Mittwoch, 21. Oktober 2020

Botswana – Afrikas letzte große Wildnis

Botswana – Afrikas letzte große Wildnis
Eine der schönsten Regionen in Afrika und das größte Naturparadies der Welt  ist das ca. 15.000 qkm große Okavango-Becken

 

Botswana ist ein Naturerlebnis,  für mich Afrikas letzte große Wildnis. Nicht die Diamanten, die Botsuana,  wie das Land auch genannt wird, zum weltweit größten Produzenten von Diamanten gemacht haben, sondern unendliche Weite, grandiose, unberührte Wildnis, artenreiche Tierwelt sowie grandioser Reichtum an Flora und Fauna sind der größte Schatz des Landes, gelegen zwischen Namibia, Sambia, Simbabwe und Südafrika.

 

Damit alle diese besonderen Reize des Landes für künftige Generationen erhalten bleiben, setzt Botswana auf sanften, umweltfreundlichen Tourismus. Beispielgebend ist, dass 38 % des Landesfläche als Nationalparks, Wildreservate und Schutzgebiete ausgewiesen sind.

 

Die unberührte und geschützte Natur, politische Stabilität und eine starke Wirtschaft bilden das Fundament dafür, dass ein Besuch in Botswana zu einem einzigartigen Urlaubserlebnis wird. Für Wanderer, Naturbegeisterte und Tierliebhaber ist das Land im Süden Afrikas durch seine unendliche Stille, durch seine fernen Horizonte und seine Unberührtheit wie ein Garten Eden.

 

Die vielleicht schönste Region und das größte Naturparadies der Welt  ist das ca. 15.000 qkm große Okavango-Becken im Nordwesten des Landes, das zwischen Juni und September von Maun zu erreichen ist. Diese Stadt ist Startpunkt für alle Safaris und das Tor in die Nationalparks und das Okavango-Delta, in dem es neben der abwechslungsreichen Flora 36 Säugetier-, 80 Fisch- und 200 Vogelarten gibt. Man kann Krokodile, Nilpferde, Elefanten, Zebras, Giraffen und hunderte afrikanischer Vogelarten in freier Wildbahn beobachten. Eines der schönsten Tierschutzgebiete in ganz Afrika ist das 1812 qkm große Moremi-Wildreservat im Nordosten des Okavango-Beckens.

 

Durch eine Anhebung der Erdoberfläche wurde das Flusssystem aus dem ursprünglichen Tal verdrängt und das größte Binnenlanddelta der Welt gebildet. Der aus dem Hochland Angolas zufließende Okavango trifft in Botswana auf die Sandsavanne der Kalahari und bildet eine einzigartige Verbindung von Wüste und Delta.

 

Fast schon ein Klassiker in Botswana — und noch immer ein »Must« und besonders zu empfehlen: Mit dem Mokoro, den traditionellen Einbaum-Kanus der Delta-Bewohner, können Urlauber auf den stillen Gewässern des Okavango dahingleiten. Gesteuert wird von erfahrenen Einheimischen (Poler). Zwar sind moderne Mokoros meist aus Aluminium, doch das Erlebnis ist das gleiche. Die Fahrt führt durch grünes Dickicht aus Papyrus, Farn und Schilf und nicht wenige Mokoro-Kenner meinen: Eine derart faszinierende Landschaft gibt es kein zweites Mal auf unserem Planeten.

 

Aber auch Pferde-Safaris sind Im Okavango-Delta  empfehlenswert. Der Vorteil: neben dem allein schon verführerischen Gedanken, durch ein unberührtes Stück Afrika zu reiten, können Pferde sich durch jedes Terrain bewegen, ob Busch, Savanne, Feuchtgebiete oder trockenes Land — und – persönlicher Tipp:Löwen haben eine natürliche Scheu vor hohen Vierbeinern. Wer es noch spezieller mag, kann das Okavango-Delta auch auf dem Rücken von Elefanten erobern. In kleinen Gruppen traben die Tiere nebst Reiter durch das bezaubernde Land, begleitet von Jungtieren, die fröhlich nebenher tapsen.

 

Wer sein Hinterteil diesen Strapazen nicht aussetzen will, kann sich per Boot von einer der zahlreichen Lodges zu den Fischgründen im Okavango-Delta schippern lassen und eine Fisch-Safari durchführen. Über 70 Fischarten leben allein im Okavango-Terrain. Und nebenbei lernt man vielleicht noch, was »Petri Heil« auf Setswana heißt, neben Englisch die zweite Amtssprache in Botswana.

 Zu den spektakulärsten und von mir sehr empfohlenen Okavango-Erlebnissen gehört ein Überflug über das Delta. Zahlreiche »Buschflieger« bieten ihre Dienste in und ab Maun an. Riesige Elefanten- und Büffelherden , selbst Nashörner nach erfolgreicher Umsiedlung ziehen unter den Augen des Betrachters  durch das Delta. Ein einzigartiges, ein unvergessliches Erlebnis.

Gerd Huppertz

 

Botswana im Schnelldurchgang 

 

Die beste Reisezeit für das Okavango-Delta liegt in der südlichen Frühlingszeit im September/Oktober. Die Tagestemperaturen erreichen in dieser Zeit nur 25 ° C bis 30 ° C, die Tiere sammeln sich aufgrund der Trockenheit bei den Wasserlöchern und können gut beobachtet werden. Von November bis Dezember gibt es viele Jungtiere. Allerdings ist dies auch die Zeit der Ferien in Südafrika, Vorausbuchungen für die Camps sind also zu empfehlen. Parkreservierungen (empfehlenswert) über Parks and Reserves Reservation Office, PO Box 131, Gaborone (Tel: 580 774, Fax: 580 775; E-Mail: dwnp@gov.bw).

Allgemeine Infos: Department of Tourism of Botswana: c/o Interface International GmbH Petersburger Straße 94, 10247 Berlin, Tel: (030) 42 02 84 64, Fax: (030) 42 25 62 86 E-Mail: botswanatourism@interface-net.de Reisepass: Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise mindestens noch 6 Monate gültig sein, Visum für deutsche Passinhaber nicht erforderlich. Sinnvolle Impfungen : Malaria-Prophylaxe, Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A und Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut sehr sinnvoll sein. Botswana gehört zu den Ländern mit einer erhöhten HIV / AIDS-Rate. Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen sollten unbedingt vermieden werden..

Anreise: Die nationale Fluggesellschaft Air Botswana (BP) fliegt ausschließlich innerhalb Afrikas. Keine Fluggesellschaft aus Europa fliegt direkt nach Botswana, meistens steigt man in Johannesburg, Windhoek, Harare oder Victoria Falls um. South African Airways (SA) und Air Botswana bieten Flüge von Johannesburg nach Botswana an. Mit der Bahn gibt es gute Bahnverbindungen von/nach Südafrika (Johannesburg – Gaborone) Per PKW folgen die Straßen in etwa den Bahnstrecken und verbinden Botswana mit Südafrika, Simbabwe und Namibia. Der Intercape Mainliner-Bus fährt täglich zwischen Gabarone und Johannesburg (Südafrika).

Landes-Währung: 1 Botwanischer Pula (P), unterteilt in 100 Thebe. Die Währung wurde nach dem Staatsmotto “Pula”, was soviel wie “Regen” heißt, bzw. nach einem feierlicher Willkommensgruß (etwa: “Es möge Regen kommen!”) benannt. Das Wort stammt aus der Sprache der Tswana. Dies verdeutlicht, wie wichtig Wasser und Regen den Menschen in Botswana sind. Regen und Reichtum sind hier untrennbar miteinander verknüpft. Entsprechend bedeutet “Thebe” auf deutsch Regentropfen. Fläche: 600.370 qkm (Land: 585.370 qkm, Wasser: 15.000 qkm).

Bevölkerungszahl: 2,02 Mio Einwohner (Juli 2010, Quelle: CIA) Bevölkerungsdichte: 3,3 Einwohner pro qkm, nach Namibia das am dünnsten besiedelte Land in Afrika. Ortszeit: MEZ +1 h. In Botswana gibt es keine Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit. Die Zeitdifferenz zu Mitteleuropa ist im Winter +1 h, im Sommer 0 h. Telefonvorwahl: 00267 bzw. +267

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